Was ich bei macOS vermisse: Window Snapping

Seit ein paar Monaten bin ich nun stolzer Besitzer eines MacBook Pro und nutze seitdem auch hauptsächlich nicht mehr Windows sondern macOS.

Auch wenn mir das Betriebssystem an sich sehr gut gefällt (vor allem auch vom Optischen her), gibt es eine Sache die ich besondern von Windows vermisse. Diese Feature wurde erstmals mit Windows 7 integriert und nennt sich „Aero Snap“. Hierbei kann man ein Fenster ganz einfach per Drag-and-Drop an eine Bildschirmkante ziehen und das Fenster wird automatisch an die jeweilige Seite „angedockt“. Auf diese Weise wird Multitasking deutlich vereinfacht, da so Fenster schnell und einfach nebeneinander angeordnet werden können.

Mit dem Split View bietet macOS zwar ein ähnliches Feature, ist in meinen Augen aber nicht ganz das Gleiche. Beim Split View können lediglich zwei Fenster gleichzeitig sichtbar sein, beide werden dann auf eine eigene Arbeitsfläche ausgelagert und beide befinden sich quasi im Vollbildmodus.

Durch Dritthersteller-Apps lässt sich „Snapping“ übrigens auch bei macOS realisieren. Vor allem Magnet ist sehr beliebt und auch habe es bei mir installiert und nutze es ständig. Es ist besser als gar nichts, funktioniert aber leider nicht genau so schön wie Snapping unter Windows.
Zum Beispiel ist die Geste, das zum Maximieren, das Fenster an den oberen Bildschirmrand zu ziehen. Hier kommt es oft zu Irritationen, da die Geste ein Fenster in einen anderen Arbeitsraum zu ziehen ähnlich ist.

Mac als optimale Plattform für Entwickler – und wie Microsoft mit dazu beiträgt

Ich bin selber Entwickler. Und wenn ich im Internet Fach-Artikel oder auch offizielle Dokumentationen von Bibliotheken lese, stelle ich immer wieder fest, dass viele andere Entwickler offenbar macOS statt Windows oder einer Linux Distribution nutzen.

Selbst Microsoft präsentiert in den Blogs von Visual Studio Code größtenteils Screenshots von macOS.
Und das, obwohl sie doch selbst immer betonen, dass Windows 10 die beste Plattform für Entwickler sei. Tatsächlich scheint aber macOS viel optimaler für Entwickler zu sein. Warum? Dafür brauchen wir nur zu schauen, welche Plattformen heute für Endanwender am relevantesten sind: Smartphones und Web. Die Anwendungen dafür werden größtenteils in JavaScript entwickelt (das geht auch aus der GitHub Octoverse 2017 Statistik hervor). Der größte Vorteil an der JavaScript-Entwicklung ist, dass dies sowohl unter Linux, Windows und macOS möglich ist.
Was aber nicht unter allen Plattformen möglich ist: Das Erstellen einer mobilen App. Zumindest das Kompilieren von iOS-Apps erlaubt Apple nur auf Mac-Geräten. Jetzt kann man als Entwickler sagen: „Fuck it, dann entwickle ich halt nur für Android.“ Aber wer ernsthaft mit seiner App Geld verdienen will, für den ist der iOS-Marktanteil einfach zu wichtig, man kann ihn nicht einfach ignorieren.

Es war also ein kluger Schachzug von Apple iOS-Kompilierung nur von Macs zu erlauben. Denn während der PC-Kauf jährlich abnimmt, scheint dies nicht für Apple-PCs zu zutreffen: Mac-Verkaufszahlen im Q2 2017 widerstehen dem Trend | Mac Life