Was ich bei macOS vermisse: Window Snapping

Seit ein paar Monaten bin ich nun stolzer Besitzer eines MacBook Pro und nutze seitdem auch hauptsächlich nicht mehr Windows sondern macOS.

Auch wenn mir das Betriebssystem an sich sehr gut gefällt (vor allem auch vom Optischen her), gibt es eine Sache die ich besondern von Windows vermisse. Diese Feature wurde erstmals mit Windows 7 integriert und nennt sich „Aero Snap“. Hierbei kann man ein Fenster ganz einfach per Drag-and-Drop an eine Bildschirmkante ziehen und das Fenster wird automatisch an die jeweilige Seite „angedockt“. Auf diese Weise wird Multitasking deutlich vereinfacht, da so Fenster schnell und einfach nebeneinander angeordnet werden können.

Mit dem Split View bietet macOS zwar ein ähnliches Feature, ist in meinen Augen aber nicht ganz das Gleiche. Beim Split View können lediglich zwei Fenster gleichzeitig sichtbar sein, beide werden dann auf eine eigene Arbeitsfläche ausgelagert und beide befinden sich quasi im Vollbildmodus.

Durch Dritthersteller-Apps lässt sich „Snapping“ übrigens auch bei macOS realisieren. Vor allem Magnet ist sehr beliebt und auch habe es bei mir installiert und nutze es ständig. Es ist besser als gar nichts, funktioniert aber leider nicht genau so schön wie Snapping unter Windows.
Zum Beispiel ist die Geste, das zum Maximieren, das Fenster an den oberen Bildschirmrand zu ziehen. Hier kommt es oft zu Irritationen, da die Geste ein Fenster in einen anderen Arbeitsraum zu ziehen ähnlich ist.

Warum ich nicht mehr Adobe Portfolio verwende

Für die, die es nicht kennen: Adobe Portfolio ist eine Art Website-Baukasten insbesondere für Kreativschaffende, um einfach und ohne nötigen Programmierkenntnissen eine eigene Portfolio-Website zu erstellen.

Auch wenn ich Kenntnisse in der Web-Entwicklung sehr wohl besitze, hielt ich Adobe Portfolio durchaus für interessant. Vor allem die Synchronisation mit Behance ist durchaus praktisch. Alle meine Projekte von dort wurden automatisch auf der Portfolio-Site angezeigt.
In meinem Creative Cloud-Abo ist die Nutzung von Adobe Portfolio übrigens inklusive. Ich musste also nichts extra bezahlen. Auch das war ein Grund für mich, warum ich das ausnutzen sollte.

Nun aber der ausschlagende Grund, warum ich mich für eine Alternative entschieden habe: Die Nutzung von HTTPS in Kombination mit einer eigenen Domain ist unmöglich.  Es ist seit längerem bekannt, dass Suchmaschinen Webseiten mit HTTP schlechter einstufen, als welche mit HTTPS. Browser, wie Chrome kennzeichnen Webseiten mit Eingabefeldern und ohne HTTPS sogar als „Nicht sicher“.
Dieses Manko wurde bereits vor Jahren an Adobe kommuniziert, getan hat sich aber noch nichts. Wenigstens ist dieses Problem im FAQ aufgeführt: Adobe Portfolio FAQ

Der Umstieg

Ich entschied mich also dazu, meine Portfolio-Site selbst zu gestalten und zu entwickeln. Glücklicherweise bietet Behance eine API an. Damit kann ich also auch weiterhin meine Projekte anzeigen lassen.
Gestalterisch habe ich mich zunächst an das Template aus Adobe Portfolio orientiert. Dass ich jetzt alle Freiheiten habe, habe ich das natürlich auch genutzt und habe beispielsweise als Font HK Grotesk verwendet. Bei Adobe Portfolio ist die Schriftarten-Auswahl relativ begrenzt gewesen.

Cool ist auch, dass ich mein Portfolio jetzt auch in mehreren Sprachen anbieten kann. Das war bei Adobe Portfolio auch nicht möglich.
Das neue Portfolio habe ich übrigens u.a. mit React realisiert.